Allgemeine Geschäfts- und Lieferbedingungen der KiwiSecurity Software GmbH, Wien (nachstehend KiwiSecurity genannt) für den Verkauf von Software und Hardware sowie die Erbringung von Dienstleistungen

§ 1 Geltung und Anerkennung der Geschäftsbedingungen

1. Lieferungen und Dienstleistungen von KiwiSecurity erfolgen ausschließlich aufgrund dieser Geschäftsbedingungen, sofern sie nicht durch eine ausdrückliche schriftliche Vereinbarung mit KiwiSecurity abgeändert oder ausgeschlossen werden. Sie gelten auch für alle künftigen Geschäftsbeziehungen und werden mit der Auftragserteilung, spätestens jedoch mit der Entgegennahme der Ware oder Leistung anerkannt.

2. Abweichungen von den Geschäftsbedingungen von KiwiSecurity, einschließlich solche, die in der Kundenbestellung enthalten sind, sind nur wirksam, wenn sie von KiwiSecurity schriftlich bestätigt wurden.

§ 2 Zustandekommen des Vertrages

1. Angebote und Vertragsunterlagen sowie Preislisten von KiwiSecurity sind freibleibend und unverbindlich, sofern nicht das Gegenteil ausdrücklich festgestellt wird.

2. Bestellungen bei KiwiSecurity bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der schriftlichen Annahme durch KiwiSecurity. Die Annahme kann auch durch Lieferung und Rechnungsstellung erfolgen. Ergänzungen, Änderungen oder Nebenabreden, welche in der Annahmeerklärung von KiwiSecurity enthalten sind, gelten als vom Kunden akzeptiert, sofern dieser ihnen nicht binnen 5 Tagen nach Zugang ausdrücklich schriftlich widersprochen hat.

3. Zeichnungen, Abbildungen, Maße, Gewichte und sonstige Leistungsbeschreibungen sind Näherungswerte und nur bei aus­drücklicher schriftlicher Vereinbarung verbindlich.

4. Mitarbeiter/innen von KiwiSecurity sind nicht befugt, mündliche Nebenabreden zu treffen oder mündliche Zusicherungen zu geben, die über den Inhalt dieser Bedingungen bzw. einen abgeschlossenen schriftlichen Vertrag hinausgehen.

§ 3 Preise und Steuern

1. Bestellungen für Produkte und Dienstleistungen, für die nicht ausdrücklich feste Preise vereinbart sind, werden zu den am Tag der Lieferung gültigen Listenpreisen ausgeführt. Preise für Lieferungen verstehen sich – falls nichts anderes vereinbart – ab Werk/Lager von KiwiSecurity einschliesslich normaler Verpackung.

2. Alle Preise, Lizenzgebühren, Dienstleistungsvergütungen und andere Vergütungen verstehen sich freibleibend und ohne Zölle, Steuern und Abgaben jeder Art. Der Kunde ist für sämtliche Zölle, Steuern und Abgaben verantwortlich. Soweit der Kunde gemäß anwendbarer Steuergesetze von seiner Gegenleistung Steuern einbehalten und abführen muss, wird der Kunde seine Gegenleistung um einen solchen Betrag erhöhen, dass KiwiSecurity nach Abzug der Steuern den im Angebot oder Vertrag vereinbarten Betrag erhält.

§ 4 Lieferung, Gefahrübergang, Versand, Fracht

1. Die Lieferung von Software erfolgt in der Regel durch Bereitstellung zum elektronischen Download. Die Lieferung und der Gefahrenübergang gilt dabei als erfolgt, sobald dem Kunden per Email oder auf sonstigem Wege mitgeteilt wurde, dass die Software zum Download bereitsteht.

2. Die Lieferung von physischen Waren (einschließlich auf Speichermedien ausgelieferte Software) erfolgt, soweit nicht anders vereinbart, EXW (Incoterms 2010) ab Kiwi Security’s Lager. Bietet KiwiSecurity die Übersendung an, so erfolgt diese an die im Angebot an den Kunden genannte, bzw. falls kein Angebot mit Nennung einer Lieferadresse vorliegt, an die vom Kunden in seiner Bestellung angegebene und von KiwiSecurity bestätigte Lieferadresse. Der Kunde überlässt KiwiSecurity die Auswahl der Versandart, des Versandwegs und des Transportunternehmens. Alle Kosten und Steuern trägt der Kunde. Die Gefahr des zufäl­li­gen Untergangs oder der zufälligen Verschlechterung der Ware sowie das Eigentum an der Ware geht auf den Kunden über, sobald die Sendung an die den Transport ausführende Person übergeben worden ist.

§ 5 Liefer- und Leistungszeit

1. Termine und Lieferfristen sind unverbindlich, sofern nicht ausdrücklich schriftlich anders vereinbart. Die Lieferung steht unter dem Vorbehalt richtiger und rechtzeitiger Selbstbelieferung von Lieferanten und Herstellern der KiwiSecurity.

2. Eine etwa schriftlich vereinbarte verbindliche Lieferzeit für Software beginnt mit dem Tag der Absendung der Auftragsbestätigung und endet an dem Tag, an dem die Ware das Lager von KiwiSecurity verlässt, es sei denn, dass schriftlich feste Lieferter­mine vereinbart sind.

3. Verlangt der Kunde nach Abgang der Auftragsbestätigung Änderungen oder Ergänzungen an der ursprünglichen Bestellung, so beginnt die Lieferzeit erst mit der Annahme der Änderungen bzw. Ergänzungen durch KiwiSecurity.

4. Kommt KiwiSecurity im Fall einer schriftlich vereinbarten verbindlichen Lieferzeit oder eines solchen Liefertermins mit der Lieferung in Verzug, kann der Kunde erst nach schriftlicher Setzung einer angemessenen Nachfrist von zumindest 14 Tagen vom Vertrag zurücktreten.

5. KiwiSecurity ist jederzeit zu Teillieferungen oder Teilleistungen berechtigt.

§ 6 Eigentumsvorbehalt

1. Bis zur vollständigen und endgültigen Erfüllung sämtlicher Forderungen, gleich aus welchem Rechtsgrund, einschließlich künftig entstehender Forderungen, auch aus später abgeschlossenen Verträgen, bleiben alle gelieferten Waren Eigentum von KiwiSecurity.

2. Bei Zugriffen Dritter auf die Vorbehaltsware wird der Käufer unverzüglich auf das Eigentum von KiwiSecurity hinweisen und KiwiSecurity unverzüglich benachrichtigen.

§ 7 Wartung und Support

Falls der Kunde Wartung und Support von KiwiSecurity erwirbt, finden hierauf ausschließlich die separaten KiwiSecurity Geschäftsbedingungen des jeweiligen Wartungs- bzw. Supportprogramms Anwendung.

§ 8 Softwarelizenz

Die Nutzungsrechte an der von KiwiSecurity gelieferten Software richten sich ausschließlich nach den Bedingungen des gemeinsam mit der Software ausgelieferten oder in die Software eingebetteten Endnutzer-Lizenzvertrags (End-User License Agreement). Der Kunde verpflichtet sich zur Einhaltung der Bedingungen des Endnutzer-Lizenzvertrags.

§ 9 Gewährleistung

1. Für die gelieferte Software leistet KiwiSecurity während einer Dauer von 90 Tagen dafür Gewähr, dass diese im Wesentlichen die Funktionalitäten aufweist, die in der Nutzerdokumentation allgemein beschrieben sind, und dass das Medium, auf dem die Software ausgeliefert wird (falls zutreffend), frei von Materialfehlern ist. Für die von KiwiSecurity gelieferte Hardware tritt KiwiSecurity die ihr zustehenden Gewährleistungsrechte gegenüber ihrem Lieferanten an den Kunden ab.

2. Jede darüber hinausgehende Gewährleistung ist, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen.

3. Nach Erhalt der Ware hat der Kunde diese sorgfältig zu prüfen und KiwiSecurity allfällige Mängel unverzüglich schriftlich zu rügen.

4. Ist KiwiSecurity gemäß Ziff. 1, 2 und 3 dieser Bestimmung zur Gewährleistung von Software verpflichtet, wird KiwiSecurity diese nach eigener Wahl entweder nachbessern oder ergänzen, oder die Lizenzgebühr zurückerstatten. Weitere oder andere Gewährleistungsansprüche bestehen nicht.

5. Alle Gewährleistungsansprüche und daraus abgeleiteten Forderungen verjähren spätestens innerhalb von einem Jahr ab Lieferdatum.

§ 10 Schadenersatzansprüche

1. KiwiSecurity haftet für Schäden nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet KiwiSecurity nicht. In jedem Fall ist die Haftung von KiwiSecurity insgesamt mit der Höhe des für den betreffenden Auftrag bzw. die betreffenden Bestellung vereinbarten Entgelts, höchstens jedoch auf € 10,000 pro Schadensfall beschränkt. Für indirekte Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, Schäden aus Ansprüchen Dritter oder bloße Vermögensschäden haftet KiwiSecurity nicht. Bei Datenverlust bzw. Datenvernichtung haftet KiwiSecurity zudem nur, wenn der Kunde zuvor durch geeignete Maßnahmen (z.B. Datensicherung) sichergestellt hat, dass die vernichteten Daten aus Datenmaterial, das in maschinenlesbarer Form bereitgehalten wird, mit vertretbarem Aufwand rekonstruiert werden können.

2. Schadenersatzansprüche des Kunden gemäss diesem § 10 verjähren in einem Jahr ab Eintritt des Schadens.

§ 11 Leistungsverweigerungs-, Zurückbehaltungs- und Aufrechnungsrecht

Der Kunde kann nicht wegen behaupteter Gegenansprüche seine Leistungen verweigern oder sie zurückhalten, noch mit Gegenansprüchen verrechnen.

§ 12 Höhere Gewalt, Arbeitskampfmaßnahmen

1. Wenn KiwiSecurity durch den Eintritt von unvor­her­sehbaren außergewöhnlichen Umständen (z. B. durch Betriebsstörung, behördliche Eingriffe, Rohstoffmangel, Störung der Energieversorgung, Streik oder Aus­sperrung) an der Erfüllung ihrer Verpflichtungen gehindert wird, und KiwiSecurity diese trotz der nach den Umstän­den des Falles zumutbaren Sorgfalt nicht abwenden konnte – ver­längert sich eine verbindlich vereinbarte Lieferzeit gemäß § 5 in angemessenem Umfang, gleichviel, ob die fraglichen Umstände im Betrieb von KiwiSecurity oder bei Lieferanten eingetreten sind. KiwiSecurity wird von der Ver­pflichtung frei, wenn die Lieferung oder Leistung durch die vorgenannten Umstände un­möglich wird.

2. Treten Umstände gemäß vorstehender Ziff. 1 ein, informiert KiwiSecurity den Kunden so bald als möglich über ihren Eintritt und die voraussichtliche Dauer der Verhinderung.

3. Verlängert sich in den vorgenannten Fällen die Lieferzeit oder wird KiwiSecurity von der Verpflichtung frei, so hat der Kunde keinen Anspruch auf Schadenersatz.

§ 13 Weiterveräußerung von Waren, die Exportkontrollen unterliegen

Der Kunde versteht und ist damit einverstanden, dass die Produkte und/oder Arbeitsergebnisse, die von KiwiSecurity unter diesem Vertrag zur Verfügung gestellt werden, den Gesetzen und Verordnungen der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten zur Exportkontrolle unterliegen. Ebenso ist der Kunde damit einverstanden, dass KiwiSecurity freiwillig die Gesetze der Vereinigten Staaten zur Exportkontrolle einhält. Der Kunde verpflichtet sich insbesondere, die ihm von KiwiSecurity gelieferten Produkte und/oder Arbeitsergebnisse weder direkt noch indirekt einem Land, einem Unternehmen oder einer anderen Person offen zu legen oder direkt oder indirekt an ein Land, ein Unternehmen oder eine andere Person zu exportieren oder reexportieren, das bzw. die gemäß der jeweils in der EU und/oder den USA gültigen Gesetze und Verordnungen nicht berechtigt ist, diese Produkte zu erhalten. Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, (a) diese Gesetze und Verordnungen einzuhalten und (b) auf etwaige Änderungen zu prüfen.

§ 14 Annahmeverzug des Kunden

Gerät der Kunde mit der Annahme der Ware in Verzug, kann KiwiSecurity nach Set­zung einer Nachfrist von mindestens 2 Wochen vom Vertrag zurücktre­ten und die Ware anderweitig veräussern oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung verlangen.

§ 15 Zahlungsfrist, Zahlung des Kaufpreises

1. Soweit nicht schriftlich anders vereinbart, sind Rechnungen innerhalb von 14 Tagen nach Ausstellung ohne Abzug zu bezahlen. Im Falle des Zah­lungsverzugs ist KiwiSecurity berechtigt, Verzugszinsen in der Höhe von 12% per anno geltend zu machen.

2. KiwiSecurity ist berechtigt, Zahlungen zu­nächst auf ältere Schulden anzurechnen, dann auf Kosten und Zinsen und zuletzt auf jüngere ausstehende Schulden.

3. Kommt der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach, löst er insbesondere einen Scheck nicht ein oder stellt er seine Zahlungen ein oder werden KiwiSecurity andere Um­stände bekannt, die die Kreditwürdigkeit des Kunden in Frage ziehen, ist KiwiSecurity be­rechtigt, die gesamte Restschuld fällig zu stellen und zwar auch dann, wenn zuvor Schecks angenommen wurden. KiwiSecurity ist in diesem Fall ausserdem berech­tigt, Vorauszahlungen oder Sicherheiten zu verlangen.

4. Die Kosten für die Überweisung des Rechnungsbetrages an KiwiSecurity trägt der Kunde.

5. Wechsel, Schecks oder andere Papiere werden nur erfüllungshalber angenommen, Wech­sel nur nach gesonderter Vereinbarung und unter der Voraussetzung ihrer Dis­kontierbarkeit, jedoch ohne Gewähr für Protest und rechtzeitige Vorlage. Diskontspesen werden vom Tage der Fälligkeit des Rechnungsbetrages an berechnet. Schecks und andere erfüllungs­halber gegebene Papiere werden ebenfalls ohne Gewähr für rechtzei­tige Vorlage ange­nommen.

§ 16 Übertragbarkeit

KiwiSecurity kann einzelne Rechte und Pflichten aus Verträgen, die auf der Grundlage der vorliegenden Geschäftsbedingungen geschlossen wurden, bzw. die entsprechenden Vertragsverhältnisse selbst ohne Zustimmung des Kunden auf verbundene Unternehmen übertragen. Ausserdem ist KiwiSecurity berechtigt, einzelne vertragliche Rechte und Pflichten oder ganze Vertragsverhältnisse im Rahmen von Unternehmenstransaktionen auf Dritte zu übertragen, welche bestimmte Unternehmensteile oder das gesamte Unternehmen von KiwiSecurity übernehmen.

§ 17 Unabhängigkeit der Parteien

Die Parteien sind voneinander unabhängig. Zwischen den Parteien besteht keine Gesellschaft, kein Joint Venture und keine vergleichbare rechtliche Beziehung. Keine Partei ist berechtigt, die jeweils andere Partei rechtsgeschäftlich zu vertreten. Jede Partei ist ausschließlich gegenüber eigenem Personal zur Anleitung, Beaufsichtigung und Weisungserteilung befugt. Die Arbeitnehmer der einen Partei sind zu keinem Zeitpunkt in die Betriebs- und Arbeitsorganisation der anderen Partei eingegliedert.

§ 18 Teilnichtigkeit

Sollten einzelne Bestimmungen der vorliegenden Geschäftsbedin­gung­­en unwirksam sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bedingungen davon unberührt.

§ 19 Gerichtsstand und anwendbares Recht

1. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen Geschäftsbedingungen und den auf ihrer Grundlage abgeschlossenen Einzelverträgen einschließlich aller Streitigkeiten über Entstehen und Wirksamkeit dieser Geschäftsbedingungen und der Einzelverträge ist Wien. KiwiSecurity ist jedoch berechtigt, auch an jedem anderen gesetzlichen Gerichtsstand zu klagen.

2. Diese Geschäftsbedingungen und die auf ihrer Grundlage abgeschlossenen Einzelverträge unterliegen österreichischem Recht unter Ausschluss seiner Kollisionsnormen sowie des UN-Kaufrechts.

ZUSÄTZLICHE BEDINGUNGEN FÜR DIENSTLEISTUNGEN (PROFESSIONAL SERVICES)

Wird die Erbringung von Dienstleistungen angeboten, die nicht in einem KiwiSecurity-Wartungs- und Supportprogramm gemäß § 7 oben enthalten sind, so gelten für diese Dienstleistungen die §§ 1 bis 19 oben sinngemäß. Zusätzlich gelten die nachfolgenden Bedingungen:

(a) Dienstleistungen. KiwiSecurity erbringt an den Kunden und der Kunde erwirbt von KiwiSecurity die Dienstleistungen, die in dem Angebot genannt und/oder in der Leistungsübersicht näher bestimmt werden (nachfolgend „Dienstleistungen“ genannt). KiwiSecurity wird die Dienstleistungen an dem Ort, am und ab dem Anfangsdatum und in Übereinstimmung mit dem Zeitplan, wie in der Leistungsübersicht bestimmt, erbringen.

(b) Vergütung, Auslagen. Soweit nicht das Angebot eine pauschale Vergütung bestimmt, wird die Vergütung für die Dienstleistungen gemäß den Tagessätzen für die jeweiligen KiwiSecurity-Mitarbeiter nach den Standard-Vergütungssätzen von KiwiSecurity berechnet, die zu dem Zeitpunkt, in dem die Leistung erbracht wird, wirksam sind. Wenn das Angebot eine pauschale Vergütung für die Erbringung der Dienstleistungen bestimmt, beinhaltet diese Vergütung sämtlichen Arbeitsaufwand, nicht aber den Materialaufwand oder Auslagen. Zudem wird der Kunde KiwiSecurity sämtliche angemessenen Reisekosten, die bei der Erbringung der Leistungen entstehen, erstatten.

Eine formelle Abnahme der Dienstleistungen ist keine Voraussetzung für den Vergütungsanspruch von KiwiSecurity.

(c) Eingeschränkte Gewährleistung. KiwiSecurity gewährleistet, dass die Dienstleistungen mit ordentlicher Fertigkeit und Sorgfalt unter Verwendung kompetenter und qualifizierter Mitarbeiter oder Subunternehmer erbracht werden. Hält KiwiSecurity diese Gewährleistung nicht ein, besteht die einzige Rechtsfolge darin, dass KiwiSecurity angemessene Anstrengungen unternehmen muss, um den betreffenden Mitarbeiter oder Subunternehmer durch eine qualifizierte Ressource zu ersetzen. AUSSER WIE IN DIESEM ABSCHNITT BESTIMMT, ÜBERNIMMT KIWISECURITY KEINE AUSDRÜCKLICHE ODER KONKLUDENTE GEWÄHRLEISTUNG.

(d) Rechte an Arbeitsergebnissen. Sämtliche Immaterialgüterrechte an allen Ergebnissen der von KiwiSecurity erbrachten Leistungen stehen KiwiSecurity zu und verbleiben bei KiwiSecurity. Soweit nicht ausdrücklich schriftlich anderes vereinbart wird, erhält der Kunde im Umfang des Auftrags ein nicht-ausschließliches, nicht übertragbares Recht zur Nutzung dieser Arbeitsergebnisse für eigene geschäftliche Belange. Dieser Vertrag beschränkt in keiner Weise das Recht von KiwiSecurity, Konzepte, Techniken und Know How zu verwenden, die bei der Erbringung der Dienstleistungen von KiwiSecurity eingebracht oder entwickelt worden sind.

(e) Mitwirkungspflichten des Kunden. Zusätzlich zu den in der Leistungsübersicht bestimmten Pflichten hat der Kunde die Pflicht, KiwiSecurity, soweit zumutbar, erforderlich und zweckdienlich, zu unterstützen. Der Kunde hat insbesondere folgende Pflichten:

(I) Der Kunde stellt den Mitarbeitern von KiwiSecurity ausreichenden Platz zum Arbeiten und zur Aufbewahrung von Materialien sowie den Zugang zu den Mitarbeitern des Kunden, den Unterlagen und den Einrichtungen im Betrieb des Kunden zur Verfügung, die für die Erbringung der Dienstleistungen erforderlich sind.

(II) Der Kunde benennt und bevollmächtigt einen Arbeitnehmer, der mit KiwiSecurity den Zeitplan der Dienstleistungen koordiniert und für die in der Leistungsübersicht beschriebenen notwendigen Ressourcen sorgt.

(III) Der Kunde wird den Mitarbeitern von KiwiSecurity eine passend konfigurierte Hardware- und Softwareumgebung bereitstellen.

(IV) Während eines etwaigen Trainings wird der Kunde die Räumlichkeiten, Computer und die damit verbundene Ausrüstung zur Nutzung durch KiwiSecurity-Mitarbeiter bereitstellen.

(V) Der Kunde wird vor und zu jeder Zeit während der Erbringung der Dienstleistungen angemessene Maßnahmen durchführen, um die Daten und Programme des Kunden zu sichern, zu kopieren und zu schützen.

(f) Subunternehmer. KiwiSecurity ist berechtigt, Subunternehmer oder Dritte mit der Erfüllung der im Auftrag bestimmten Leistungen zu beauftragen.

(g) Vertrauliche Informationen. Durch die Beziehung zwischen den Parteien hat jede Partei Zugang zu bestimmten Informationen und Materialien der anderen Partei (nachfolgend „Vertrauliche Informationen“ genannt), einschließlich Geschäftspläne, Kundendaten, Technologien und Produkte, die vertraulich und von wesentlichem Wert für die jeweilige Partei sind und deren Wert beeinträchtigt wäre, wenn solche Informationen Dritten offen gelegt werden würden. Die Parteien werden Vertrauliche Informationen Dritten nicht offen legen und jede angemessene Vorsicht walten lassen, um Vertrauliche Informationen zu schützen. Im Falle der Beendigung dieses Vertrags wird keine Partei Vertrauliche Informationen der anderen Partei offen legen und jede Partei wird Vertrauliche Informationen, die sie von der anderen Partei erhalten hat, zurückgeben. Die Bestimmungen dieses Abschnitts gelten nicht für Informationen, die (i) der Öffentlichkeit offen gelegt werden, ohne dass die Partei, die die Vertraulichen Informationen erhalten hat, gegen diese Bedindungen verstoßen hat, (ii) von der Partei, die die Vertraulichen Informationen erhalten hat, rechtmäßig von einem Dritten ohne Vertraulichkeitsbeschränkungen erhalten werden, (iii) von den Arbeitnehmern der Partei, die die Vertraulichen Informationen erhalten hat, unabhängig und ohne Zugang zu Vertraulichen Informationen entwickelt werden, oder (iv) der Partei, die die Vertraulichen Informationen von der anderen Partei erhält, bereits vor dem erstmaligen Empfang der Vertraulichen Informationen bekannt waren, ohne dass ihre Verwendung oder Offenlegung eingeschränkt sind.

(h) Vertragsdauer und Kündigung. Der durch diese Bedingungen begründete Dienstleistungsvertrag beginnt am Wirksamkeitsdatum, das in der Leistungsübersicht bestimmt ist (oder, wenn ein solches Datum nicht festgelegt ist, mit Annahme des Angebots) und endet, wenn die Dienstleistungen beendet und vollständig bezahlt sind, es sei denn dieser Vertrag wird wird gemäß diesem Abschnitt (h) früher gekündigt.

Für den Fall, dass eine der Parteien ihre Pflichten aus diesem Vertrag wesentlich verletzt und diese Verletzung innerhalb von fünf Tagen nach schriftlicher Mitteilung mit einer Beschreibung der Pflichtverletzung nicht abgestellt oder dass der Kunde eine Zahlung, die er KiwiSecurity nach diesem Vertrag schuldet, nicht leistet, ist die Partei, die keine Pflicht aus diesem Vertrag verletzt, berechtigt, diesen Vertrag schriftlich fristlos zu kündigen.

Für den Fall einer wirksamen Kündigung ist der Kunde ungeachtet des Kündigungsgrundes verpflichtet, für alle Dienstleistungen und etwaige Lieferungen, die bis zur Vertragsbeendigung erbracht wurden, an KiwiSecurity eine Vergütung entsprechend dem Anteil der Dienstleistungen zu zahlen, der bist zur Vertragsbeendigung geleistet wurde, sowie für alle laufenden und noch nicht abgeschlossenen Arbeiten eine Vergütung gemäß Zeit- und Materialaufwand zu den zu diesem Zeitpunkt geltenden KiwiSecurity-Standardsätzen zu leisten. Im Falle einer Kündigung dieses Vertrags durch KiwiSecurity aufgrund einer Vertragsverletzung durch den Kunden wird der Kunde außerdem KiwiSecurity alle Kosten ersetzen, die dadurch entstanden sind, dass KiwiSecurity Arbeitnehmer kündigt oder Verträge mit Lieferanten oder Subunternehmern, die KiwiSecurity im Zusammenhang mit diesem Dienstleistungsvertrag eingegangen ist, kündigt oder nachverhandelt.

Die Abschnitte (c), (d) und (e) dieser zusätzlichen Bedingungen für Dienstleistungen sowie die §§ 6, 7, 8, 9, 10, 12, 13 und 19 der obenstehenden Allgemeinen Geschäfts- und Lieferbedingungen der KiwiSecurity GmbH für den Verkauf von Software und Hardware sowie die Erbringung von Dienstleistungen gelten auch nach Beendigung dieses Vertrags fort.